Infokiste
mit Wissenswertem
rund um den Tierschutz
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Themen mit freundlicher Genehmigung der Tierschutzschule
e.V.
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Tiere leiden auf vielerlei Weise!
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In Massentierställen werden sie unter schlimmen Bedingungen gehalten.
Bei Transporten über weite Strecken quer durch Europa werden die Tiere
zusammengepfercht und meist nicht einmal mit Futter und Wasser versorgt.
Viele überleben diese Strapazen nicht. In Spanien gibt es immer noch
Stierkämpfe und andere grausame Volksbelustigungen auf Kosten der
gequälten Tiere. In Frankreich werden Gänse zwangsgestopft und Fröschen
die Beine ausgerissen für zweifelhafte „Gaumenfreuden". In England
setzen Leute Wetten bei Hundekämpfen, die Hetzjagd auf Füchse ist dort
immer noch ein beliebtes Spektakel. In Italien und auf Malta droht auch
heute noch unzähligen Zugvögeln der Tod in Fangnetzen oder sie werden
abgeschossen. Und bei uns sterben jährlich Millionen Tiere in
Tierversuchen. Zur Urlaubszeit werden immer wieder Haustiere einfach
ausgesetzt. Wann werden wir Menschen endlich beginnen, die Tiere wirklich
als Mitgeschöpfe zu behandeln? Wird das vereinte Europa endlich Hilfe
bringen durch wirksamere Tierschutzgesetze? Oder bringt die Öffnung der
Grenzen nur noch mehr Leid für die Tiere mit sich?
Auf jeden Fall wird mit einer immensen Zunahme des Verkehrs auf unseren
Straßen gerechnet. Noch mehr Durchreisende, noch mehr Schwerlaster mit
Waren und anderen Gütern und noch mehr zu betonierte Natur für immer
mehr Straßen. Dabei wissen wir alle, wie zerstörerisch der Autoverkehr
sich auf die Umwelt auswirkt.
Der Zusammenhang zwischen Autoabgasen und Waldsterben liegt auf der
Hand. Für den Ausbau von Bundesstraßen und Autobahnen wird die
Landschaft weiter ausgeräumt und zubetoniert. Stündlich entstehen über
tausende Quadratmeter asphaltierte Straßen: Tag und Nacht jede Stunde!
Wiesen, Hecken, Stadtbäume müssen Parkplätzen weichen.
Naturschutzgebiete und Rückzugsgebiete für seltene Tiere und Pflanzen
werden zerstört
Im Jahr 2007 wurden im gesamten Bundesgebiet über 431.500 Menschen
verletzt, 4970 kamen ums Leben. Die Unfallziffern steigen weiter. Kinder
sind zunehmend die unschuldigen Opfer. Mehr als 2,3 Millionen Unfälle
passierten auf Deutschlands Straßen. Uns Tierfreunden sollte aber auch
bewusst sein: die Opfer an toten Tieren liegen noch weit höher. Es
dürften Millionen sein, die im Lauf eines Jahres überfahren werden:
Igel, Vögel, Wild, Haustiere, Kleintiere wie Mäuse und unzählige
Insekten ...
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| Tiere - die vergessenen Opfer des Straßenverkehrs !
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„Treibjagd auf Rädern" hatte es einmal eine Dokumentation
treffend genannt:
„Wir Deutschen sind ein tierliebendes Volk. Jeder zweite hält sich
ein Haustier. Aber draußen, vor der Tür, rotten wir die Tiere aus. Auch
mit dem Auto. Treibjagd auf Rädern. Von diesem Tod der Tiere nimmt kaum
jemand Notiz. Früh morgens räumt die Straßenreinigung die kleinen
Körper von der Fahrbahn. Die Sauberkeit ist wiederhergestellt...
Auf einer Strecke von 100 km Landstraße haben wir an einem Sonntag im
Juli 2007 die toten Tiere am Straßenrand gezählt: 13 Vögel, 4 Katzen
und 18 Igel, 2 Füchse und 3 Hasen.
40 überfahrene Tiere. Durchschnitt eines Wochenendes. Nicht gezählt
die Schmetterlinge, Käfer und anderen Insekten und alles, was an
Kühlergrill, Windschutzscheibe oder unkenntlich unter den Reifen
zerquetscht wurde."
Diese Zeilen sprechen für sich. Und auch wir selbst haben die Bilder
von toten Tieren vor Augen: ein Eichhörnchen, vier Vögel, zwei Igel,
zwei Frösche eine Blindschleiche und einige Mäuse mussten wir im letzten
Jahr begraben, obwohl wir doch in einer Tempo 30 - Zone wohnen!
Wir möchten alle Tierfreunde bitten, sensibel für dieses traurige -
oft vergessene - Thema zu werden.
Jeder einzelne kann durch sein Verhalten im Straßenverkehr Vorbild
sein. Kinder und Jugendliche können ihre Eltern motivieren. Sie sollen
sich Zeit nehmen, nicht rasen und auch für Tiere bremsen. .
(Es gibt übrigens neueste Gerichtsurteile, dass die 'Versicherungen
für entstandene Schäden haften müssen, wenn der Hintermann auffährt.)
Tempolimit und verkehrsberuhigte Zonen sind wichtig. Noch besser ist,
das Autofahren einzuschränken.

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"Die Quälerei im Kinderzimmer ist oft grausamer als die im
Versuchslabor. Nicht nur Meerschweinchen auch Zwergkaninchen, Hamster und
Mäuse bezahlen die " Liebe der Kleinen" oft mit dem Leben.
Tierschützer rechnen mit über 500 000 toten Kleintieren pro Jahr. Sie
ertrinken in der Badewanne, erfrieren im Kühlschrank, ersticken im
Puppenwagen oder erliegen vor lauter Stress einfach einem Herzinfarkt.
Die Tierarztpraxen sind außerdem voll mit "Unfalltieren".
Täglich werden Kleintiere mit gebrochenen Knochen und inneren
Verletzungen behandelt oder eingeschläfert. 'Sie wurden zwischen Tür und
Angel eingequetscht, vom Puppenwagen überrollt, unter Schränken brutal
hervorgezogen oder einfach fallen gelassen. Nach ihrem Ableben werden sie
von den Eitern ohne großes Aufsehen im Mülleimer entsorgt oder mit viel
Tamtam und Holzkreuz im Garten "beerdigt".
Kleintiere sind richte Wegwerftiere - kaum tot werden sie durch ein
neues Spieltier ersetzt. Denn sie kosten ja nicht viel. Als die "Turtles"
in Mode kamen, mussten unzählige Schildkröten ihr Leben lassen. Wie die
Zeichentrickfiguren wurden sie mit Bauklötzen bombardiert, in
Legogefängnisse gesperrt, die toten Körper schließlich im Klo
runtergespült. Nicht anders war das bei dem Film „Ratatouille“.
Unmengen Ratten wurden gekauft und landeten im Tierheim oder wurden
später rausgeschmissen oder vergiftet.
Der Zoofachhandel kann zufrieden sein: Rund drei Millionen Kleintiere
gehen Jahr für Jahr über die Ladentheke. Die Gebrauchsanweisung für den
Gameboy liest jeder, aber wie man mit Kleintieren umgehen muss,
interessiert kaum jemanden.
Dass gerade "Billigtiere" (ab 5 €) oft teure Käfige
brauchen, um sich richtig wohl zu fühlen, wird nicht einkalkuliert.
Meerschweinchen beispielsweise müssen eine Höhle haben, in der sie sich
verstecken können, und künstliche Hügel, die sie als Ausguck nutzen.
Auch bei der Ernährung werden grobe Fehler gemacht. Die Tiere müssen
Schokolade, Bonbons und Konfekt fressen, weil die Kinder - wie sie es von
den Eltern gelernt haben - aus Liebe ihre Süßigkeiten teilen wollen. Und
so leiden viele Kleintiere unter schweren Koliken, Magen- und
Darmerkrankungen, die nicht selten zum Tode führen.
Manchmal wehren sich Kleintiere auch. Gerade Nager können kräftig
zubeißen und böse Verletzungen hervorrufen. Die Schuld hat dann das Tier
und es muss weg.
Über eine Million Kleintiere landen pro Jahr in den Tierheimen (Wenn
sie Glück im Unglück haben). Wenn nicht werden sie einfach im Park
ausgesetzt, oder auf der Straße. Für das Tier ist das der sichere Tod.
Sie finden nichts zu fressen, werden überfahren oder erfrieren.
Die Quälerei im Kinderzimmer ist ein absolutes Tabuthema» Denn wer
sagt schon laut und deutlich, dass Kinder aus Liebe sehr brutal zu Tieren
sein können? " Natürlich sollen Kinder mit Tieren aufwachsen. Aber
sie müssen lernen, dass es Lebewesen sind - kein Spielzeug !
Die schlimmsten Fehler bei Kleintieren
Meerschweinchen und Zwergkaninchen sind Nagetiere, Sie knabbern an
allen herum, fressen sogar Plastik (schwere Magen- und Darmerkrankungen)
und zerbeißen Stromkabel (Tod durch Stromschlag). Deshalb darf man nichts
herumliegen lassen (z.B. Plastiktüten), und muss darauf achten, dass sie
nicht mit elektrischen Leitungen in Berührung kommen. Außerdem fürchten
sie sich bei Lärm, leiden unter lauter Musik und haben im Wasser
Todesangst. Sie brauchen viel Streicheleinheiten, aber dürfen nicht zu
heftig gedrückt werden (innere Ver-letzungen). Goldhamster sind anders
als Kaninchen und Meerschweinchen nachtaktiv - das heißt, sie schlafen am
Tag. Wenn sie aus dem Schlaf gerissen werden, reagieren sie oft aggressiv
und beißen.
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Die Meere werden leer gefischt. Fast jede Nation Europas ist daran
aktiv oder passiv beteiligt. Schwimmende Industriebetriebe die vom Fang
bis zum Verpacken alles erledigen, lassen der Tierwelt unter Wasser keine
Chance.
Durch das Auswerfen von Treibnetzen, die eine Länge von 50 km haben
(entspricht der Entfernung von Hammelburg nach Würzburg) und 15 Meter in
die Tiefe reichen, wird das Meer systematisch leer gefischt. Eine
Tierwelt, die sich in Millionen von Jahren aufgebaut hat, wird binnen
weniger Jahre von Nationen wie Japan, Norwegen, Chile, Peru, Südkorea,
Taiwan (um nur die größten zu nennen) ausgelöscht! Das hauptsächliche
Fangziel sind die Thunfische. Doch in den Netzen der Fangflotten bleibt
alles hängen: Seevögel, Delphine, Wale, Schildkröten, Haie,
Robben...Weil die Flotten nur für Fisch mit einer bestimmten Größe
ausgelegt sind (Verarbeitung, Verpackung), fallen bei einer Tonne
verwerteten Fisches 5 Tonnen "Abfall", d.h. tote Tiere ab, die
von den großen Flotten, die auf Kabeljau und Thunfisch spezialisiert sind
ins Meer zurückgeworfen werden.
Doch der Rückgang der Bestände hat heute schon ein historisches Tief
erreicht. Dies merken auch die Flottenbetreiber. Doch anstatt aus Fehlern
zu lernen, werden einfach die Praktiken geändert. Einerseits wird der
Fang mit dem Treibnetz perfektioniert, d.h. die Netze betragen
mittlerweile schon eine Länge von bis zu 120 km, werden mit Schiffen
durch das Wasser gezogen oder über Nacht treiben gelassen. Andererseits
werden heute auch kleinere Fische mit System gefangen. Denn die lassen
sich gut an Firmen der Viehfutterherstellung verkaufen und für
Fischstäbchen ist die Größe ja sowieso egal.
Doch selbst der ökonomische Aspekt, dass durch den massiven
Treibnetzeinsatz die Grundlage für den Fischfang der nächsten Jahre sehr
gefährdet ist, lässt die drei größten Fangnationen Japan, Taiwan,
Südkorea kalt. Es wird weiter gefangen, auch wenn erwiesen ist, dass die
Meere halb leer gefischt sind.
Nach offiziellen Angaben legen 1400 Schiffe im Nordpazifik jede Nacht
50.000 km Netze aus. 40 % des begehrten Thunfisches lösen sich verletzt
oder tot aus den Fangnetzen und fallen ins Meer zurück.
Erste Erfolge sind im Kampf gegen das Treibnetzfischen schon zu
verzeichnen. Im Südpazifik ist das Treibnetzfischen verboten. Doch im
Mittelmeer werden wohl bald die Schwertfische ausgerottet sein. Auf den
Lofoten leben die Fischer teilweise schon von der Sozialhilfe. Fisch ist
an vielen Plätzen der Welt zum Luxusgut geworden. Doch europäische
Lebensmittelketten kaufen noch weiter von den brutalen Ausbeutern unserer
Weltmeere deshalb:
NEIN zu Treibnetzen – Kein qualvolles Sterben im Meer!
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